462 mal gelesen Eingestellt am: 31.07.07 aus: Fantasy, Liebe Romantik, Märchen
Der Traumbärli
Von: DasBassl
Alles nur ein Traum?
Jessica, ein junges attraktives Mädchen Anfang 20, wachte bei strahlendem Sonnenschein auf. Ihre Augen öffneten sich und wurden sogleich von der vormittäglichen Sonne ein wenig geblendet, so dass sie etwas blinzelte und noch sehr müde umherschaute. Der Wecker zeigte 10:08 Uhr an. Es war Samstag und sie dachte sich, ein wenig kann ich noch im Bettchen dösen. Schlaftrunken drehte sie sich zur Seite und stupste in dem Moment das Telefon von ihrem Eisbären. „Oh...“ sagte sie. Und stellte fest, dass das Telefonat welches sie über die ganze Nacht mit ihrem Schatz führte unterbrochen wurde. Es wäre jetzt so wunderbar ihn zu hören. In den ersten Minuten des Tages, seine Stimme zu vernehmen und sich wie so oft dabei geborgen zu fühlen, und dabei noch ein wenig zu träumen und entspannen. Ob sie ihn jetzt anrufen kann? Ob er noch schläft? Aber irgendwie dachte sie sich, dass es noch zu früh sei. Sie kuschelte sich in ihre Decke und seufzte leise, als sie Ihren Eisbären in den Arm nahm und die Augen schloss. Es war auch sehr ruhig. Keine Geräusche aus der Wohnung wie sonst immer. „Komisch...“ dachte sie, aber sie war noch zu verschlafen um sich darüber jetzt Gedanken zu machen. Sie lies den Kopf leicht ins Kissen sinken, und schlief wieder ein.
Kurze Zeit später wurde sie wieder wach und streckte sich unter ihrer Decke. Sie öffnete wieder die Augen und schaute seitlich rüber und sah wie sie ihr kleiner Monchichi anschaute. Als würde er lächeln, ihr irgendwie was liebes sagen wollen. Aber das ist natürlich Quatsch. Ist ja nur ein Plüschtier. „Die Fantasie mal wieder...“ dachte sie und lächelte trotzdem zum Monchichi. Es war ja nicht irgendein Monchichi. Es war der Monchichi den ihr ihr Schatz schenkte. Ihre Augen fielen wieder zu, und sie lies sich wieder den Träumen zufallen, denn es war ja Samstag und heute war nichts wo sie hin musste oder Termine einhalten musste. Und schließlich hatte sie eine harte Woche hinter sich, 3 Prüfungen und der ganze Lernstress. Aber heute ist Samstag, und bis zu den nächsten Prüfungen war noch ein paar Tage Zeit, so dass sie sich beruhigt ein entspannendes Wochenende gönnen durfte.
„Schatz..., Schatz....“ hörte sie. Sie wachte auf und dachte, „was war das?“. Sie schaute sich um. Niemand da. „Ich hab wohl geträumt“ dachte sie und legte ihren Kopf wieder auf das Kissen. Es war jetzt bereits schon fast 12 Uhr. Sie überlegte kurz und rief dann bei ihrem Schatz an. Ein wenig plaudern und liebe Worte sind genau das was sie jetzt wollte. Und 12 Uhr kann er auch ruhig munter werden. Sooo lange wars ja auch nicht letzte Nacht. Und er selber sagte ja, sie solle ihn wecken wenn sie mag. Sie nahm das Telefon und .... moment mal.... Wieso lag der Eisbär jetzt auf Ihrem Bauch? Lag er nicht eben noch neben dem Monchichi? Naja egal. Sie nahm den Eisbär in den Arm und drückte dann auf die Wahlwiederholung... Es klingelte. „Komm Schatz... ich bin es nur, geh ans Telefon!“ dachte sie sich. Aber niemand nahm ab. „Dieser Langschläfer!!!“ dachte sie. Also noch mal. Wahlwiederholung und es klingelt. ... Keiner geht ran. Ob sein Akku alle ist? Naja kann schon sein. Und das andere Telefon hört er nicht so gut wenn er im Bett ist. Ok. Dann eben mal mit dem Handy anklingeln. Gedacht, getan. Es klingelt. Und wieder klingelt es ohne dass er ran geht. Moooooment. Was ist denn jetzt los? Wieso liegt der Monchichi jetzt auf der anderen Bettseite? Hat meine Schwester wieder hier rumgeräumt als ich schlief? Apropos Schwester. Sie wohnte mit Ihrer Schwester zusammen. Aber wo ist die Schwester? Lag heute was an? Zu Hause scheint sie nicht zu sein. Es ist absolut still. „Naja, egal. Sicher einkaufen oder so. Da hab ich noch ein wenig Ruhe.“ Dachte sie sich und nahm noch mal das Handy und rief bei ihrem Schatz an. „Wieso geht er nicht ran?“ dachte sie. Dann sprach sie vor sich hin: „Hätte ja mal was sagen können, wenn er unterwegs ist.“ Etwas traurig und enttäuscht lies sie sich wieder ins Kopfkissen sinken, zog ihre Decke hoch und dachte sich, „dann kann ich auch noch ein wenig abruhen...“ und schlief wieder ein.
„Schatz.... hey... Schatz, bitte küss mich...“ ... Sie schreckte hoch und schaute um sich. „Was war das?“ fragte sie laut, und stand auf. Hat sie geträumt? Sie ging aus ihrem Zimmer und durchsuchte die Wohnung. Niemand da. In der Küche lag ein Zettel. Sie ging hin und las was darauf stand:
Hola Jessica, ich bin mit Freunden unterwegs. Wollte Dich nicht wecken. Bis später, Deine Schwester
Also war sie allein. Woher dann die Geräusche? So lief sie grübelnd zurück ins Zimmer und dachte sich, „was hat denn eben gerufen? Wen soll ich denn küssen? Und warum? Hab ich wohl geträumt“.
Als sie in ihr Zimmer kam und aufs Bett schaute, war die Decke hochgezogen, und der kleine Eisbär und der Monchi lagen nebeneinander da. Zugedeckt und die Arme über der Decke. Sie blieb stehen und schaute. Dann rieb sie sich die Augen und schaute wieder. In dem Moment zwinkerte ihr der Monchi zu. Und der kleine Eisbär winkte zu ihr, während sein Gesicht irgendwie ganz lieb lächelte. „Was geht hier vor?“ dachte sie sich. Sie stand wie angewurzelt da. Nahm das Telefon und drückte wieder auf Wahlwiederholung. Es ist jetzt fast 13 Uhr und nun müsste er entweder aufgewacht, oder wieder da sein, wenn er weg war. Sie hörte das Tuten des Klingeln, als plötzlich aus Richtung Bett eine süße Stimme sagte :“ Du brauchst mich nicht anrufen...“. Sie schaute erschrocken zum Bett. Ob es nun verrückt ist oder nicht, sie sprach die beiden Plüschies an und sagte:“ Habt ihr eben gesprochen?“. „Ja“ sagte ganz eindeutig der kleine Eisbär. „Du brauchst mich nicht anrufen, ich bin doch hier bei Dir, mein Schatz.“ „Wie ist das möglich?“ sagte sie. „Es gibt Dinge die gibt es eben. Und wenn man sich was ganz dolle wünscht wird manchmal dieser Wunsch wahr“ antwortete der Eisbär. „Und wenn Du jetzt zu uns ins Bett kommst, dann erfüllt sich Dein Wunsch“ fügte der Monchichi hinzu. Sie lächelte ein wenig, denn es war recht komisch und süß zugleich, wie der Monchi sprach.
Ohne noch lange darüber nachzudenken legte sie sich ins Bett zum Monchi und Eisbär. „Mach die Decke komplett über uns“ sagte der Eisbär. Sie tat es. „Und nun?“ fragte sie unter der Decke, ohne was zu sehen, weil es ja dunkel ist unter der Decke. „Jetzt schließe Deine Augen und küsse mich so leidenschaftlich Du kannst... und behalte Deine Augen zu, Du darfst nicht schauen bis ich es sage.“ sagte der Eisbär. Sie überlegte kurz, wunderte sich noch immer, und dachte sich, „was ein verrückter Traum“. Aber sie träumte ja nicht. Sie kniff sich in den Arm, aber wachte nicht auf. Also doch kein Traum? Aber glauben würde es ihr ja auch keiner. Also schloss sie die Augen, nahm den kleinen Eisbär nah an sich heran und küsste ihn. Sie küsste ihn, ein Plüschtier!!! Sie spürte plötzlich Wärme und Licht. Aber sie durfte die Augen nicht öffnen und sollte ihn küssen bis er ihr sagte wann sie aufhören soll. Irgendwie fing sich bei ihr alles an zu drehen. Doch sie ließ die Augen zu und küsste weiter. Der Kuss war auf einmal so fesselnd ... immer intensiver. Dann zog sich der Eisbär weg. Sie konnte ihn weder halten, noch spüren. Er war weg. Doch plötzlich hörte sie aus der Ferne die Stimme des Eisbären: „Öffne jetzt Deine Augen und zieh die Decke wieder etwas runter.“ Sie tat es. Sie öffnete die Augen und zog die Decke runter. Noch während sie das Tat, spürte sie eine angenehme Nähe. Als die Decke den Kopf nun freigab, blendete das Sonnenlicht wieder wie vorhin und Ihre Augen blinzelten ein wenig. Im selben Moment erkannte sie dass IHR SCHATZ!! neben ihr lag. Ihr Herz klopfte ganz stark und sie rieb sich die Augen. „Da bin ich mein Schatz“ sagte er. Sie schaute noch immer erschrocken, aber auch glücklich zu ihm. „Aber wie kann das sein? Wie geht das? Ich freue mich so, aber wie kann so was gehen?“ sagte sie leicht nervös. „Ok, ich verrate es Dir.“ sagte er, während er sie liebevoll, zärtlich in den Arm nahm. Sie schmiegte sich an, und genoss diese Nähe, lehnte sich in seine Arme und lauschte der nun folgenden Erklärung. Er fuhr fort: „Wenn sich zwei Liebende etwas wünschen, sich genau das Selbe wünschen, und die Zeit, das Schicksal oder was auch immer, sie daran hindert das gewünschte zu haben, dann, nicht immer aber manchmal, kommt der Zauber der Liebe der den beiden Liebenden diesen Wunsch erfüllt...“
Er nahm sie fest in seinen Arm und kam mit seinen Lippen auf Ihre Lippen zu. Sie küssten sich leidenschaftlich und vergaßen die Zeit darüber, so dass sie über eine Stunde so zärtlich und liebevoll kuschelten, sich streichelten und leidenschaftlich küssten. War es der Zauber des Amor, oder war es einfach wirklich so, dass sie beide auf einmal das Gefühl hatten, sich ganz vertraut zu sein, als wenn sie sich schon ewig kannten, als wenn Sie für immer zusammen sein sollten? Sie mussten es sich nicht einmal sagen. Denn wie unsichtbare Signale sagten sich ihre Blicke dass es das ist. Sie versanken in Ihre Arme und fielen zurück aufs Bett und tauschten Zärtlichkeiten aus und küssten sich wieder und wieder. Wie im Himmel, einfach traumhaft schön, und unendlich herzergreifend.
Plötzlich klingelte das Telefon. „Oh nein, wer ist das jetzt? Wer stört uns?“ dachte sie, und wurde jäh aus den Zärtlichkeiten gerissen. Doch es klingelte und klingelte. „Geh nur ran, Schatz. Ich warte hier auf Dich.“ sagte er zu ihr. Sie stand schweren Herzens auf und zog seine Hand noch mit ihrer Hand soweit mit, bis sie beim ersten Schritt die Hand aus ihrer verlor und machte sich auf den Weg zum Telefon. „Ja, bitte?“ sagte sie, als sie den Hörer am Ohr hatte. „Jessica, ich bin es. Geht’s Dir gut? Hast Du ausgeschlafen?“ Es war die Schwester. Wie sollte sie ihrer Schwester das erklären was hier gerade geschah? Naja sie könnte sagen er ist vorhin mit dem Auto gekommen sie zu besuchen. Ja so kann sie es sagen, aber erst wenn die Schwester wieder da ist. „Ja, habe ausgeschlafen“ sagte sie in den Hörer. Die Schwester sagte: „Wir wollen einen Tagesausflug machen, wollte Dir nur Bescheid sagen.Ok?“ Perfekt, dachte sich Jessica. Das ist ja super. Dann habe ich ja Zeit mit Schatzi allein, und muss niemand was erklären. „Ja, ich komme schon klar“ sagte Jessica mit leicht grimmiger Stimme, um nicht zu verraten, dass sie sich freute, dass alles so gut passt. „Dann habt viel Spaß. Bis morgen“ sagte sie. „Bis morgen, und ruh Dich ruhig aus. Tschüssi Jessica.“ sagte die Schwester, und legte auf. Jessica legte das Telefon weg und ging freudestrahlend zurück in ihr Zimmer, macht die Tür zu, und ließ sich auf das Bett in seine geöffneten Arme sinken, während sie zu ihm sagte: „Wir haben die ganze Zeit für uns.“ Und erzählte ihm kurz was bei dem Telefonat herauskam.
„Lass uns ein wenig die Gegend unsicher machen, und uns dann einen schönen Abend zu Zweit machen“ sagte er zu ihr, mit liebevoll leuchtenden Augen. „Das klingt gut, Schatz. Aber nur wenn wir jetzt noch eine Viertelstunde kuscheln.“ sagte sie lächelnd. „Ich bestehe auf 20 Minuten kuscheln, Schatz.“ antwortete er ihr mit einem verführerischen Lächeln. Und so kuschelten und küssten sie sich noch mindestens 30 Minuten. Er stand auf und ging zur Küche, für beide etwas zu Trinken und einen Happen zu Essen vorzubereiten, während sie sich umzog und „ausgehfertig“ machte. Als sie fertig war kam sie in die Küche, wo er sie ansah und entzückt war, von ihrer Schönheit. Ein kleines Kompliment war natürlich nicht zu unterdrücken. Sie lächelte und setzte sich zu ihm. Sie aßen ein wenig und tranken was. Dann machten sie sich auf, um die Gegend unsicher zu machen.
Die ganze Nacht zogen sie durch die Stadt, durch Bars und Kneipen und alles was das Nachtleben so her gab. Es wurde getrunken, gegessen, getanzt, gelacht, gespielt... auf daß der Morgen unerbittlich näher rückte. An Schlaf war nicht zu denken, denn die Zeit lief ja gnadenlos dahin.
Als sie zurück kamen, gezeichnet von Spuren der durchgefeierten Nacht, ließen sie sich gemütlich im Sofa eng umschlungen fallen und schliefen erschöpft ein.
...
Als sie erwachte, zur Mittagsstunde, schien ihr wieder die Sonne ins Gesicht. Ihr blinzelnder Blick schaute umher. Doch niemand außer ihr war da. Gleichzeitig vernahm ihre Nase einen verlockenden Duft von frisch gebackenen Brötchen. Sie stand auf und ging in die Küche, wo sich ein reichhaltig gedeckter Frühstückstisch auftat. Frisch aufgebackene Brötchen, frischer warmer Kakao, ein wenig Obst und 2 gekochte Eier, Wurst, Käse, Butter usw. Gekrönt wurde das Ensemble durch eine schöne lange Kerze in der Mitte, welche mit ihrer Flamme gegen das schöne morgendliche Sonnenlicht ankämpfte. Und am Tisch saß der kleine Eisbärli als hätte er nur auf sie gewartet.
Dann plötzlich ein krachen. Ein Geräusch was durch die Wohnung hallte. Jessica schreckte auf. Es war die Wohnungstür und schon erhallte die Stimme ihrer Schwester die ansonsten stille Wohnung: „Jessi, ich bin zurück....“
Sie schaute traurig.... alles nur ein Traum?
In dem Moment klingelte das Telefon. Jessica's Schwester nahm ab und sagte „Ja, Moment“ und brachte ihr das Telefon: „Für Dich...“, gab ihr das Telefon und ging wieder aus der Küche, um sich Mantel und Schuhe auszuziehen, drehte aber nochmal um, schaute etwas verstört und fragte: „Machst Du immer so ein tollen Frühstückstisch für Deine Plüschtiere?“, lächelte und ging raus. Jessica sagte mit leiser trauriger Stimme in den Hörer: „Hallo...“ - „Hallo Jessica...“ hallte es aus dem Hörer und ER war dran. Sie setzte sich an den Tisch, brach ein Brötchen und legte ein Stück auf den Teller an dem der Eisbärli saß. Und während sie telefonierte dachte sie sich:
Nur wer wirklich liebt, weiß dass es mehr gibt, zwischen Himmel und Erde. Die Kraft der Liebe überwindet jede Realität, und kann uns eben dieses ganz besondere Stückchen Glück geben, was die meisten Menschen niemals haben werden. Und wenn es auch nur ein Traum war, war sie glücklich.
Und das ist, was wirklich wichtig ist.
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