Kolumne von Angalo
Veröffentlicht am: 01.02.08
Auf der Suche nach dem Häuptling
Ein freundliches Volk in idyllischer Landschaft, mit lustigen Traditionen und sehr hohen gläsernen Häusern musste einen neuen Häuptling finden. Aber das war gar nicht so einfach...
So trug es sich zu, dass eines schönen Sonntages das freundliche Volk gebeten wurde einen neuen Häuptling zu wählen. Das ist so, weil die Häuptlinge nach einer gewissen Zeit immer ganz dolle Hirnaua bekommen. Und weil jeder Häuptling ein etwas anderes Hirnaua bekommt, wollte man halt ein wenig Abwechslung. So vereinbarte man schon vor langer Zeit, dass alle fünf Jahre ein neuer Häuptling gewählt werden sollte. Das machten andere urkomische Völker ja genauso. Und damit das auch die einfachen Indianer verstanden, sagte man: "Gewinner soll der sein, der die meisten, aber mindestens die Hälfte aller Stimmen hat. Und wenn keiner die Hälfte allein hat, dann muss er sich mit anderen, kleineren Häuptlingen zusammentun, bis diese eben mehr als die Hälfte aller dieser Stimmen haben.“
Kling recht einfach? Isses aber nicht. Warum nicht? Ich erklärs Euch:
Es war ja so, dass der bisherige schwarze Häuptling ganz dolle Hirnaua hatte und deshalb sehr viele komische Sachen sagte. Und viele Indianer wollten ihn eigentlich nicht mehr haben. Zum Glück war da eine tolle Squaw, welche den Indianern sagte, sie könne das alles viel besser. Das gefiel vielen Indianern ganz gut, aber nicht allen. Dann waren da noch drei andere Indianer, die auch an der Abstimmung teilnahmen. Einer trug ein grünes Federkleid und liebte die Flora und Fauna der Prärie. Dann gab‘s da noch einen putzigen Indianer, der in seinem blau-gelben Federkleid ganz viele lustige Tänze aufführte. Der war übrigens ein guter Freund des jetzigen Häuptlings. Aber da gab‘s dann noch einen unbekannten, neuen Indianer, der mit seinen ganz roten Federn die anderen Indianer beeindruckte. Das war ein ganz lieber, der verteilte immer das Brot und wollte aufpassen, dass alle Indianer genug zu Essen hatten. Der hatte eigentlich keine Freunde unter den anderen Häuptlingsanwärtern.
Nun war es soweit, das freundliche Volk der Indianer hatte gewählt. Stolzer Brust setzten sie sich in ihre Zelte und schauten hinüber zu den Rauchzeichen der Zählindianer. Da war aber was angerichtet. Das glaubte kein Indianer. Also nun hatte der bisherige Indianer viiiiel weniger Stimmen als erwartet, und die Squaw viel mehr als gedacht. Aber beide hatten nicht genug um Häuptling zu werden. Der schwarze Häuptling ging zu seinem Freund, dem gelb-blauen Indianer und fragte, ob sie zusammenlegen wollten, um so mehr als die Hälfte der Stimmen zu haben. Aber das reichte leider nicht. Also schimpften sie auf den Indianer im roten Federkleid, weil der soviele Stimmen bekam, dass er mitmischen und für Durcheinander sorgen konnte. Und wenn der rotgefederte Indianer nicht einfach ungefragt da gewesen wäre, dann wär alles gut für den schwarzen Häuptling und seinen putzigen gelben Freund gewesen. Aber da freute sich die Squaw, weil sie glaubte sie sei der neue Häuptling. Pustekuchen. Sogar mit ihrem grünen Freund zusammen reichte es nicht. Also schimpften auch die mit dem Indianer im roten Federkleid. Der war sich keiner Schuld bewusst. Er bat sogar an, mit der Squaw und dem grüngefederten Indianer zusammen zu legen. Das hätte super gereicht und alles wäre gut gewesen.
Denkste!!!
Die Squaw wollte aber nicht mit dem rotgefederten Indianer zusammenlegen. Weil ihr Papa, der große Häuptling dicker Bär, (der aus einem anderen Land kam) ihr das verboten hatte; denn seit einiger Zeit hatte der Indianer mit den roten Federn viel tollere Ideen als Häuptling dicker Bär. Und weil der Angst hatte, dass der rote Indianer dann beliebter sein könne als er, sagte er schlechte Dinge über ihn und mochte den gar nicht mehr. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nun hatte die Squaw zwar ein paar Stimmen weniger als der schwarze Häuptling aber sie sagte allen, sie hätte gewonnen. Obwohl das gar nicht stimmte! Aber das war ihr egal. Jetzt machte sie sich aber an den Freund vom schwarzen Häuptling ran, damit dieser mit ihr und dem grünen Indianer zusammenlegte. Nur der wollte das gar nicht. Also zankten die immer weiter.
Und zum Glück is das nur ne doofe Geschichte. Wenn das wahr wäre... na dann gute Nacht! *kicher :-)
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